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Entsorgung PDF Drucken E-Mail

Die Vernichtung der Kampfmittel kann durch gezielte Sprengungen, u.U. auch direkt vor Ort,  sowie durch thermische Vernichtung, d. h. durch Ausbrennen des Sprengstoffes erfolgen.

Anders als bei der industriellen Vernichtung von Lagermunition sind bei uns verschiedenste Geschoße unterschiedlicher Zustände mit Leckagen und Deformation zu entsorgen. Hierfür haben wir wiederum aus der Praxis den „MUNCracker“ entwickelt. Damit werden die Geschoße einzeln oder zu mehreren mit einem Fallgewicht zerschlagen. Wenn hierdurch Zündsysteme zur Wirkung kommen, ist das unschädlich. Im anderen Fall werden die Geschoße geöffnet und es kann vom Geschoß her zu keiner Explosion mehr kommen. Die Fragmente aus Metall, Sprengstoffresten und anderen Stoffen werden danach ausgeglüht, wobei in einem Drehrohrofen mit unterschiedlichen Temperaturzonen die Mobilität von Brenn- und Zündmitteln nach der Sensibilität von unten nach oben aktiviert wird.

Integriert ist hier auch die Vernichtung von Kampfstoffmunition. Dabei erfolgt die Zerstörung zuerst in einem tiefgefrorenen Zustand des Geschosses zur Vermeidung der Aerolisierung des Inhaltes. Danach erfolgt eine chemische Neutralisation.

Der von uns verwandte Ausglühofen eignet sich zur Minendeaktivierung genauso wie zum Ausglühen von Phosphormunition. Eine integrierte Luftreinigungsanlage mindert die Emissionen auf zulässige Werte.

Die unschädlichen Hüllen der Kampfmittel (überwiegend Stahlhüllen) können dem Schrott zur weiteren Verwertung zugeführt werden.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Oktober 2009 um 10:36 Uhr